Häufig gestellte Fragen

Wie viele Ökolüfter braucht man?

Mindestens einen. Ein Problem könnte der räumliche Zuschnitt und die Gewohnheiten sein. In dem Fall, wo Wert auf geschlossene Türen gelegt wird, muss man sich überlegen, wie man die anderen Räume belüftet, in denen kein Ökolüfter installiert ist. Aber erst mal den einfachen Fall. Normalerweise empfehlen wir einen Ökolüfter je 50 m² Wohnfläche, wobei dies keine Grenze darstellen soll. Der normal nutzbare Frischluftvolumenstrom liegt bei 80 bis 140 m³/h, wobei hierbei an den Gerätelärm gedacht werden sollte. Auch wenn der Ökolüfter vergleichsweise sehr leise für ein dezentrales Gerät ist (bei anderen Herstellern liegt die "Schallgrenze" bei 20 oder 30 m³/h), kann das Geräusch bei größeren Luftmengen störend sein, wenn keine weitere Geräuschquelle im Raum ist. Wenn nun ein sehr niedriger Lärmpegel verlangt wird, etwa im Schlafzimmer, kann im Benutzungszeitraum nur mit 80 m³/h gelüftet werden, außerhalb dieser Zeit kann jedoch mit hohen Volumenströmen die Wohnungslüftung unterstützt werden, wenn die Türen offen bleiben können. Versucht man es mit einer "Erstlösung" und stellt anschließend fest, es reicht nicht aus (zu wenig Luft bzw. zu großer Lärm), wird mit einer weiteren Nachrüstung (2. Gerät) bereits ein gewaltiger Qualitätsunterschied in positive Richtung feststellbar sein, d.h. das erste Gerät ist deswegen noch keine Fehlinvestition. Beispiel: Es wird versucht, eine 100 m² große Wohnung mit offenem Zuschnitt mit einem Ökolüfter zu belüften und stellt eine ausreichende Luftqualität erst bei 200 m³/h fest, da geraucht wird. Dies geht zwar, jedoch wird der Gerätelärm störend in Erscheinung treten, es stellt sich im Wohnzimmer vielleicht ein Dauerschalldruckpegel von 45 dB ein. Wird nun ein zweites Gerät installiert, erniedrigt sich der Schalldruckpegel auf 30 dB, trotz gleicher Gesamtluftmenge. Gleichzeitig erniedrigt sich die gesamte elektrische Aufnahmeleistung von 34 Watt auf etwa 12 Watt und es steht bedarfsweise für zum Beispiel eine höhere Personenzahl etc. auch einmal mehr Austauschmenge zur Verfügung. Sollte sich dies noch immer als unzureichend erweisen, könnte noch ein drittes Gerät vorgesehen werden, sodass dann der Schalldruckpegel auf etwa 25 dB gesenkt werden könnte, bei gleichzeitiger Verbesserung der Lüftung auf 240 m³/h.

Wie kommt denn das Loch in die Scheibe?

Grundsätzlich ist das Loch nicht in Ihre vorhandene Scheibe zu schneiden. Hierfür ist bei Ihrem Handwerker des Vertrauens eine neue Scheibe (Doppelverglasung) zu bestellen mit der darin enthaltenen Lochung von 371 mm. Dies ist auch für die Befüllung mit den verschiedenen Isolationsgasen möglich, je nach dem welchen ug-Wert sie erreichen wollen. Als Alternative kann in den Rahmen auch eine Kunststoffdämmplatte eingesetzt werden, die einen ähnlich hohen Dämmwert erzielt, jedoch wesentlich kostengünstiger ist. Genauere Angaben können Sie der Montageanleitung oder der Information zum Fenstereinbau aus dem Downloadbereich entnehmen.

Kann das Fenster noch genutzt werden, kann man es noch aufmachen und putzen?

Das Fenster kann fast normal genutzt werden. Das Fenster kann geöffnet werden und auch gekippt werden. Das Fenster muss für die Wartung sogar geöffnet werden, da man dann von außen notwendige Reinigungs- oder Wartungsarbeiten leicht durchführen kann. Jedoch sollte darauf geachtet werden, dass das Fenster nicht von alleine zuschlagen kann und dass auch der Ökolüfter nicht anschlägt.

Wie sieht es mit einem Wandeinbau aus, geht das auch?

Wandaufbau ist möglich und durchaus sinnvoll. Hierfür wird in einer Außenwand ein fensterartiges Rahmensystem installiert. In dieses kann wiederum eine Kunststoffdämmplatte eingesetzt werden. Mittels eines Scharniers kann die Platte wie ein Fensterflügel geöffnet werden, sodass Wartung und Reinigung des Ökolüfters wie bei einem Fenstereinbau gewährleistet ist. Solch ein Wandaufbau ist die ideale Lösung für den problemlosen Aufbau eines Lüftungssystems. Beachten sie auch diese technische Zeichnung.

Gibt es Förderungen durch das Land oder andere Institutionen?

Die jeweiligen Förderprogramme hängen von den jeweiligen Ländern und Bundesländern ab. Informieren Sie sich daher bitte direkt bei Ihrer zuständigen Behörde. Die folgenden Links können Ihnen hierzu eine erste Hilfestellung geben. Bezüglich kostengünstiger Finanzierungsprogramme ist unter www.kfw-foerderbank.de eine gute Übersicht zu finden und auf der Seite www.bau-energiekonzepte.de finden sie Informationen zu den lokalen Förderungsmitteln für bestimmte Energiesparmaßnahmen. Solche Förderprogramme können starken Schwankungen unterliegen und sind daher immer äußerst zeitnah anzufragen. Sollten Sie bei Sanierungsmaßnahmen oder im Neubau anerkannte energetische Maßnahmen ergreifen, so ist immer zu beachten, dass der Auftrag für diese nicht vor Bewilligung der Förderung erteilt werden darf, dar sonst der Antrag auf Förderung erlischt.

Wie sieht es mit Vereisungsgefahr aus?

Was schon einmal beobachtet werden kann, sind Eisblumen auf der raumseitigen Glasscheibe des rotierenden Wärmetauschers, wenn die Raumluftfeuchtigkeit gleichzeitig hoch genug ist (mit FRG) und die Außentemperaturen unter -10°C gehen. Ohne FRG kann bei Außentemperaturen von -3°C auch auf der waagrechten inneren Trennwand schon mal Eisbildung beobachtet werden, jedoch bleibt die Dicke der Eisschicht unter ca. 5 mm, da nach relativ kurzer Zeit wegen der Austrocknung des Raumes keine Taupunktunterschreitung mehr auftritt. Bei höheren Temperaturen und FRG beobachtet man an der raumseitigen Glasscheibe Taupunktunterschreitungen (beschlägt), ob das Wasser dann abtropft, hängt von den Temperaturen ab. Immerhin muss das Wasser beim Abtropfen über warme Teile laufen, wo es dann auch wieder verdampfen kann (kalt). Im Bereich von 0°C bis -5°C, falls es sich um klimatische Gebiete handelt, in denen häufig Eisnebel auftritt, kann es auch zu Vereisungen der Propeller oder der Trommel selbst kommen. Bei solchen Erscheinungen sollte der Lüfter wenn möglich außer Betrieb genommen werden.